Pflegekosten für die häusliche Pflege

Auszug: Niemand möchte im Alter sein gewohntes Umfeld verlassen, der vertrauten Umgebung den Rücken kehren und Freunde zurücklassen. Das muss nicht sein! Wir listen detailliert mögliche Kosten für die häusliche Pflege auf und informieren über Finanzierungsoptionen.
Älteres Paar errechnet sich ihr Budget

Niemand möchte sein Umfeld verlassen, der vertrauten Umgebung den Rücken kehren und Freunde zurücklassen. Vor allem nicht im Alter. Doch für viele bedeutet Pflegebedürftigkeit, dass nur ein Heim die Lösung ist. Wer aber im Alter gesundheitlich abbaut, muss nicht zwangsläufig ins Pflegeheim ziehen und seine Selbstständigkeit aufgeben. Angehörige können die häusliche Pflege in den eigenen vier Wänden übernehmen und außerdem die Hilfe eines spezialisierten Pflegedienstes wie Spitex Stern annehmen. Doch wie lässt sich das finanzieren? Schließlich wird sich die Zahl der Pflegebedürftigen laut swissinfo.ch in den nächsten 10 bis 25 Jahren mehr als verdoppeln. Und damit auch die Kosten.

Wie sieht die Kostenübernahme der Krankenkasse aus?

Seit 1996 muss sich jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz bei der gesetzlichen Krankenkasse (KVG) versichern. So stellt diese für Grundpflege (Essen, Waschen, Anziehen etc.) 52,60 CHF/h, für Untersuchungen und Behandlungen (Medikamentenabgabe, Wundversorgung, Blutdruckmessung etc.) 63 CHF/h und für Beratung und Koordination (Pflegeplanung, Anleitung bei Verabreichung von Medikamenten etc.) 76,90 CHF/h bereit. Außerdem fallen für zu Pflegende – neben den Unternehmenskosten und einem Selbstbehalt – eine kantonal variierende Patientenbeteiligung an. Diese beträgt maximal 15,35 CHF pro Tag. Mit dem Pflegekostenrechner von comparis lassen sich die anfallenden Kosten bequem berechnen. Alle weiteren Kosten, die nicht von der Krankenkasse oder den Kunden der Spitex übernommen werden, werden von den Kantonen oder den Gemeinden getragen. Doch individuelle Zusatzleistungen gibt es in der gesetzlichen Versicherung nicht. Hier besteht jedoch die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch eine Zusatzversicherung. Ob sich diese lohnt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Einen Überblick liefert die Krankenkassenzentrale.

Welche Kosten muss der Pflegebedürftige selbst tragen?

Pflegebedürftige müssen sich je nach Kanton auf eine Kostenbeteiligung von maximal 7.65 CHF pro Tag (Kanton Schwyz und Zürich) oder 15.35 CHF pro Tag (Aargau, Luzern, Obwalden, Nidwalden, Zug) einstellen. Diese Kosten fallen zusätzlich zum üblichen Selbstbehalt und den Kosten des beauftragten Pflegeunternehmens an. Bezieht der Pflegebedürftige Ergänzungsleistungen, bezahlt die AHV die Patientenbeteiligung. Da die Vollkosten pro Stunde nicht durch die Krankenkasse abgedeckt werden, übernimmt die Gemeinde, in welcher der Wohnsitz des Pflegebedürftigen liegt, die restlichen Kosten (Vollkostentarif abzüglich Krankenkassentarif und Patientenbeteiligung).

Ob alle Pflegekosten auch bei Ihnen abgedeckt sind und wie eine Finanzierung in Ihrem Fall realisierbar wäre, können wir gerne gemeinsam herausfinden. Wir beraten Sie persönlich.

 

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